Schulgeld

Schulgeld - Katholische Schulen im Erzbistum Hamburg

Schulgeldreform zum 01.08.2023

Freie Schulen sind eine von der Verfassung erwünschte Alternative zu den staatlichen Schulen. Das Erzbistum Hamburg trägt Verantwortung für dieses Schulsystem in freier Trägerschaft mit zukünftig 15 Standorten, die es gemeinschaftlich zu stabilisieren und nachhaltig zu entwickeln gilt. Die katholischen Schulen erhalten zwar staatliche Finanzhilfen, doch die tatsächlichen Kosten werden damit bei weitem nicht gedeckt. Das Erzbistum investiert gegenwärtig jährlich fast 20 Millionen Euro, um u.a. den laufenden Betrieb sowie die Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen an unseren Schulen zu unterstützen. Die Zuschüsse allein für die katholischen Schulen machen derzeit rund ein Fünftel des gesamten Bistumshaushalts aus. Seit 2011 beteiligen Sie sich als Eltern mit einem einkommensabhängigen Schulgeld an der Finanzierung dieses Bildungsangebots.

Und die Herausforderungen sind und bleiben gewaltig. Um den Bestand der katholischen Schulen zu sichern, hat das Erzbistum eine Schulgeldreform beschlossen. Diese Reform umfasst eine neue Schulgeldtabelle sowie die Anpassung der Schulgeldordnung, die die Schulgelderhebung sowie das Antragsverfahren regelt. Die Reform wird zum 1. August 2023 in Kraft treten. Um Ihre Anliegen als Eltern zu berücksichtigen, haben wir uns im Vorfeld des Beschlusses mit der Gesamtelternvertretung beraten und die Rückmeldungen in die Überlegungen der Reform einfließen lassen. Wir bedanken uns an dieser Stelle ausdrücklich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Die wesentlichen Aspekte der Schulgeldreform:

  • Die neue Schulgeldtabelle sieht eine soziale Staffelung durch Zuschüsse vor: Zukünftig gibt es neben dem Schulgeld ohne Zuschuss / Geschwisterbonus sechs Einkommensstufen, in denen das von den Eltern zu zahlende Schulgeld in unterschiedlicher Höhe durch den Schulträger bezuschusst und ggf. durch einen Geschwisterbonus ergänzt wird.
  • Das Schulgeld wird angehoben. Es gilt grundsätzlich für alle sorgeberechtigten Vertrags-partner_innen, sofern kein Zuschuss / Geschwisterbonus beantragt und gewährt wird.
  • Der Zahlbetrag wird für die sorgeberechtigten Vertragspartner_innen, die einen entsprechenden Antrag an den Schulträger stellen, durch einen am Haushaltseinkommen bemessenen Zuschuss reduziert und ggf. durch einen Geschwisterbonus ergänzt.
  • In der ersten Stufe gewährt der Schulträger auf Antrag der sorgeberechtigten Vertragspart-ner_innen für das zweite Kind sowie weitere Kinder einen Geschwister-Bonus von 100%.
  • Ab der zweiten Stufe gewährt der Schulträger auf Antrag der sorgeberechtigten Vertragspartner_innen für das zweite Kind einen Geschwister-Bonus von 30%, für dritte und weitere Kinder einen Geschwister-Bonus von 100%.
  • Um Zuschüsse und Geschwister-Boni auch zukünftig nach dem Solidaritätsprinzip gewähren zu können, sieht die Schulgeldreform eine jährliche Antrags- und Nachweispflicht vor. Sie wird in der neuen Schulgeldordnung berücksichtigt und gilt für alle Vertragspartner_innen.
  • Für Schulgeldzahler_innen, deren Kinder eine von Schließung betroffene Schule besuchen, ist ein Bestandsschutz vorgesehen. Für sie gilt weiterhin die derzeit gültige Schulgeldtabelle.
  • Die Schulgeldreform tritt zum 1. August 2023 in Kraft.
  • Um Kostensteigerungen auszugleichen, behält sich der Schulträger eine Anpassung der Schulgeldhöhe (auch in den Einkommensstufen) alle drei Jahre um fünf Prozent vor.
  • Ziel der Schulgeldreform sind Mehreinnahmen von jährlich ca. einer Million Euro – als Baustein für den Erhalt und die Stabilisierung des katholischen Schulwesens.

Die bisherige und die zukünftige Schulgeldtabelle im Überblick:

Schulgeldtabelle KSEH 2021

Uns ist selbstverständlich bewusst, dass höhere Schulgelder für viele Familien eine Mehrbelastung bedeuten. Für uns als privater Schulträger sind sie unvermeidbar, um das katholische Schulsystem auf Dauer zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Wenn Sie Fragen zu Schulgeld, Schulgeldreform oder Schulverträgen haben, können Ihnen vielleicht die FAQs weiterhelfen.

Infos / Kontakt

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Für alle Fragen zum Thema Schulvertrag und Schulgeld erreichen Sie uns per E-Mail schulgeld@kseh.de oder über unsere Schulgeldhotline Tel. 040 – 37 86 36 -50.

Die aktuelle Schulgeldtabelle sowie aktuelle Antragsformulare finden Sie hier: Info-Download