11.01.2021

Schulbehörde: Anpassungen bei Klausuren und Abschlussprüfungen

Schulbehörde: Anpassungen bei Klausuren und Abschlussprüfungen
Bis Ende Januar ist voraussichtlich fast ein halbes Schuljahr lang der reguläre Unterricht in den Hamburger Schulen ausgefallen.

Damit Hamburgs Schülerinnen und Schüler keine Nachteile bekommen, wird die Schulbehörde nach eigenen Aussagen Prüfungen, Klausuren und Abschlussprüfungen anpassen. Unter anderem wird Hamburg in diesem Jahr auf die zusätzlichen Hauptschulprüfungen (Erster Allgemeinbildender Schulabschluss ESA) verzichten. Wie in den anderen Bundesländern bekommen Hamburgs Schülerinnen und Schüler trotzdem einen vollwertigen Hauptschulabschluss, der mit den Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) konform ist. Dazu werden die Abschlussnoten in den einzelnen Fächer aus den Unterrichtsleistungen des letzten Schuljahres gebildet. Weitere Veränderungen betreffen die Klausuren in allen Klassenstufen.

Eine weitere „Hamburgensie“ soll in diesem Jahr ebenfalls entfallen: die landesweiten Klausuren in den Hauptfächern am Ende von Klasse 10 an den Gymnasien (schriftliche Überprüfung Klasse 10 „sÜ10“). Dabei handelt es sich um landesweit gleiche Klassenarbeiten, die in den anderen Bundesländern ebenfalls nicht üblich sind und von der KMK ebenfalls nicht gefordert werden. Die sÜ10 sollten landesweit am 2., 4. und 8. Februar stattfinden. Anstelle der sÜ10 sollen die Schülerinnen und Schüler nun eine normale Klassenarbeit schreiben, die von ihren Lehrkräften passgenau auf den tatsächlich erteilten Unterricht abgestimmt ist.

Während der Schulschließungen im Januar sollen überdies in den Klassenstufen 1 bis 10 in der Schule keine Klassenarbeiten geschrieben werden. Diese Klassenarbeiten können zu einem späteren Zeitpunkt nachgeschrieben werden, oder durch eine besondere Leistung (Präsentation, Hausaufgabe) ersetzt werden oder ersatzlos entfallen, so die Schulbehörde. Die Zeugnisnote solle dann aus den anderen Unterrichtsergebnissen des Schuljahres gebildet werden.

Abweichend davon finden die Oberstufenklausuren bis auf Weiteres auch in der Zeit des Lockdowns in der Schule statt. Diese Klausuren haben eine große Bedeutung für das spätere Abitur und können deshalb nicht ohne Weiteres ausfallen. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren diese Klausuren unter besonderen Hygienebestimmungen und unter Einhaltung der Abstandsregeln in der Schule.

Schulsenator Ties Rabe plant zudem, auch Anpassungen beim Mittleren Schulabschluss und beim Abitur vorzunehmen. Dazu werde sich die Schulbehörde in den nächsten Wochen sorgfältig mit der Kultusministerkonferenz beraten, so Rabe.

(Quelle: Pressemeldung Schulbehörde Hamburg, 10. Januar 2021)

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