Erneuerungsprozess

Erneuerungsprozess im Erzbistum Hamburg

Das Erzbistum Hamburg ist seit Anfang 2017 in einer intensiven Analysephase. Eigene Finanz- und Baufachleute, externe Unternehmensberater und Architekten sowie eine Prüfgesellschaft, die sich auf Bestandsimmobiliensanierung und -entwicklung spezialisiert hat, haben eine elementar wichtige Grundlage geschaffen, auf der Bewertungen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit, der Systemrelevanz und der notwendigen Sanierungs- und Bauinvestitionen überhaupt erst möglich wurden. Im September 2017 hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young dann diese Grundlagen nochmals gegengeprüft, erweitert und zu einem Wirtschaftlichen Orientierungsrahmen zusammengefasst. Die beschlossenen Notmaßnahmen hat das Erzbistums Hamburg keinesfalls leichtfertig, sondern auf der Grundlage dieser äußerst differenzierten internen und externen Analysen getroffen.

Das Erzbistum Hamburg kommt nicht umher, die derzeitige bilanzielle Überschuldung in Höhe von mehr als 80 Mio. Euro schnellstmöglich konkret anzugehen. Nur so sichert sich das Erzbistum Hamburg zukünftig überhaupt noch Handlungsmöglichkeiten. Das Erzbistum hat daher grundlegende Veränderungen vorgenommen, damit sich Versäumnisse der Vergangenheit nicht wiederholen können. So hat das Erzbistum den Katholischen Schulverband Hamburg zum 1. Januar 2017 aufgelöst und die Trägerschaft der katholischen Schulen – und damit sämtliche Altlasten und Verpflichtungen – übernommen. Das Erzbistum hat seine Verwaltung neu aufgestellt und strukturiert und neue Aufsichts- und Controlling-Ebenen eingeführt. Das Erzbistum hat zudem ein klares Konzept für die Zukunft eines katholischen Schulsystems in Hamburg entwickelt. 15 von derzeit 21 Schulstandorte sollen in den kommenden Jahren zu einem in sich wirtschaftlich tragfähigen Schulsystem weiterentwickelt und mit Investitionen in Höhe von voraussichtlich mehr als 130 Millionen Euro unterstützt werden.

Das Erzbistum steht ohne Wenn und Aber zu seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Lehrerinnen und Lehrern. Alle werden auch zukünftig im Katholischen Schulsystem weiterbeschäftigt – und gebraucht! Und: Das Erzbistum steht zu seiner Verantwortung, Bildung als elementare Aufgabe unserer Kirche hier im Norden zukunftsfähig zu gestalten. Bildung bleibt wesentlicher Bestandteil der Arbeit für die Menschen. Einen Rückzug aus der Trägerschaft der zukünftig 15 Schulen wird es nicht geben.