04.01.2017

Aktionswochen gegen Rechtsextremismus an katholischen Gymnasien

Mit Toleranz gegen RechtsIn den Medien häufen sich die Berichterstattungen über fremdenfeindlich motivierte Gewalt. Rechtspopulistische Einstellungen und Parolen scheinen in unserer Gesellschaft auf mehr Akzeptanz zu stoßen, als noch vor wenigen Jahren.

Daher gilt es gerade heute, klare Kante gegen Fremdenfeindlichkeit zu zeigen: Mit zwei Aktionswochen – organisiert von der KSJ Hamburg sowie dem BDKJ – erhalten Schülerinnen und Schüler des Niels-Stensen-Gymnasiums, der Sophie-Barat-Schule sowie der Sankt-Ansgar-Schule vom 23. Januar bis 3. Februar 2017 außergewöhnliche Einblicke in das Phänomen rechtsextremer Einstellungen und Handlungen, nutzen speziell entwickelte Argumentationstrainings-Einheiten zur Vorbereitung auf „Stammtisch-Diskussionen“ und kommen ins direkte Gespräch mit Journalisten und einem NSU-Nebenkläger-Anwalt.

Als Experten stehen den Jugendlichen Antonia Brandt und Juliane Streich im Unterricht zur Verfügung.

Antonia Brandt war an der Produktion des ARD-Dreiteilers „Mitten in Deutschland: NSU“ über die NSU-Morde beteiligt. Dabei hat sie sich im Zuge ihrer Recherchen tief in die Hintergründe des NSU-Netzwerkes eingearbeitet. Ausgehend von Ihren Berichten über den NSU und die Dreharbeiten, soll der Austausch dazu mit den Schülern/innen im Vordergrund stehen.
Juliane Streich ist Journalistin und hat das Buch „Brandgefährlich – wie das Schweigen der Mitte die Rechten stärkt“ verfasst, in dem es um die Erfahrungen des ehemaligen Bürgermeister von Tröglitz im Kampf gegen Rechtsextremismus bis hin zu seinem Rücktritt geht. Juliane Streich wird Passagen aus Ihrem Buch vorlesen und mit den Jugendlichen darüber ins Gespräch kommen: Wo haben sie Hetze im Netz schon erlebt? Wie kann man darauf reagieren? Wie ist der Erfolg der AfD in Tröglitz zu erklären? Wie agiert sie im Landtag?

Eine hochkarätige Vortragsveranstaltung steht am Montag, 30. Januar um 19 Uhr allen Interessierten offen: Der Münchner Anwalt Yavuz Narin, der Nebenkläger im NSU-Prozess vertritt, gilt als einer der profiliertesten Experten über den NSU, das rechtsextreme Milieu in Deutschland und über die Verstrickungen der deutschen Sicherheitsbehörden mit der Neonaziszene. Der Eintritt ist frei. Ort: Sankt-Ansgar-Schule, Bürgerweide 33, Aula.

www.mittoleranzgegenrechts.de

 

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